Bohrmaschine oder Bohrhammer? Unterschiede und Anwendungszwecke im Vergleich

Makita BohrhammerBeim Bohren kommt es immer auf das passende Material an. Dabei können bereits bei der Wahl der Bohrmaschine die falschen Entscheidungen getroffen werden. Häufig greifen unerfahrene Heimwerker beim Bohren von Beton zu einer normalen Bohrmaschine und wundern sich, wieso Sie keine Ergebnisse sehen. Wann eine Bohrmaschine und wann ein Bohrhammer genutzt werden sollte, verrät ihnen der folgende Ratgeber.

Die normale Bohrmaschine

Bohrhammer oder Bohrmaschine kaufenZu den normalen Bohrmaschinen zählen alle Modelle, die ohne einen Schlag arbeiten. Beim Schlag handelt es sich um ein beständiges Hämmern der Bohrmaschine, mit welchem Material mürbe gemacht werden kann.

Bei einer normalen Bohrmaschine ist dieses Hämmern allerdings nicht vorhanden. Wenn Sie also einen Akkuschrauber oder einen Bohrschrauber mit elektrischem Motor kaufen, erhalten Sie immer eine klassische Bohrmaschine.

Optisch können sich die Bohrmaschinen stark voneinander unterscheiden. Während die Akkuschrauber meist sehr klein sind und mit einer Hand betrieben werden können, kann ein Bohrschrauber mit Stromkabel auch schon einmal etwas größer sein.

TIPP! Hier kommt es auf die Verarbeitung und das Design der Hersteller an. Bosch benutzt seit Jahrzehnten ein klassisches grünes Design für die Modelle für die Heimwerker – Handwerker nutzen blaue Bosch Bohrmaschinen.

Vor- und Nachteile einer Bohrmaschine

  • Arbeiten mit hoher Drehzahl
  • Geringes Gewicht
  • Flexibler Einsatz
  • Für Holz, Kunststoff und Metall geeignet
  • Geringer Anschaffungspreis
  • Nicht für Stein oder Beton geeignet

Der Bohrhammer

Bei einem Bohrhammer erhalten Sie ein Modell, welches mit dem erwähnten Schlag arbeitet. Alternativ können Sie auch zu einer Schlagbohrmaschine greifen, bei welcher sich der Schlag nach Belieben aktiveren und deaktivieren lässt. Ein Bohrhammer ist für die schweren Arbeiten gedacht und wird immer dann genutzt, wenn Beton oder Stein durchbohrt werden muss.

Dabei wird beim Bohren zwischen Weich-, Normal- und Hartbeton unterschieden. Je nach Modell muss ein anderer Betonbohrer eingespannt werden. Meist bestehen die Bohrer für solche Einsätze aus einem HSS-Stahl – einem hochlegierten Schnellarbeitsstahl mit sehr hoher Dichte.

Der Bohrhammer darf nur für Beton und Stein genutzt werden. Sollte er für Holz genutzt werden, kann es schnell passieren, dass die Materialen ausreißen und zerstört werden. Der Schlag der Maschine ist nicht für weiche Materialien gedacht – hier wird der Bohrhammer nur für sprödes Material genutzt.

Würde eine normale Bohrmaschine für Beton genutzt werden, würde sich der Bohrer nur gering in das Material schälen. Es würde an der Oberfläche zu Kratzern führen, Bohrungen können so aber nicht entstehen. Der Bohrhammer dreht den Bohrer und führt ihn gleichzeitig mit einem Schlagimpuls in das Material ein. Dabei sorgt der Schlag für das Eindringen, die Drehbewegung ist dafür gedacht, dass das Bohrmehl abgeführt werden kann. Würde der Bohrer kein Gewinde besitzen, würde das Loch unnötig verstopfen.

Vor- und Nachteile eines Bohrhammers

  • Sehr hohe Leistung
  • Als Schlagbohrmaschine im Kombigerät erhältlich
  • Für Stein und Beton geeignet
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Begrenzter Einsatzraum
  • Hohes Eigengewicht

Abschließender Vergleich

Bohrmaschine Bohrhammer
Einsatzgebiet Holz, Kunststoff und Metall Stein und Beton
Gewicht gering hoch
Anschaffungspreis niedrig hoch

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