Strom- und Wasserleitungen vor dem Bohren finden

413pai3nowLDie Bohrmaschine gehört zu den wichtigsten Werkzeugen, wenn im Eigenheim Veränderungen vorgenommen werden wollen. Dabei können mit der Bohrmaschine Löcher sowohl in Beton, als auch in Holz gemacht werden. Bevor solche Bohrungen aber durchgeführt werden – gerade zum Aufhängen eines Regals oder eines Bildes – sollte geprüft werden, ob sich keine Wasser- oder Stromleitungen hinter der Wand befinden. Eine Stromleitung kann tödlich enden, während eine Wasserleitung sehr ärgerlich ist. Diese kann nur mit sehr hohen Kosten repariert werden – schließlich steht das ganze Zimmer nach dem Treffen unter Wasser. Mit einigen Tipps lassen sich solche Leitungen schnell erkennen.

Regeln in modernen Gebäuden

Machen Sie sich vor dem Bohren auf die Suche nach Strom- und WasserleitungenHandelt es sich bei Ihrem Haus um ein modernes Gebäude, gibt es einige Regeln, an die sich die meisten Elektriker halten. Beim Bau des Hauses werden die Stromkabel meist nach einem festen Prinzip verlegt, sodass sich Leitungen schnell erahnen lassen. So muss vor dem Bohren zunächst die Steckdose ausfindig gemacht werden.

An ihr laufen dann die Kabel senkrecht nach oben oder unten. Anschließend werden Kabel auf einer Höhe von 30 Zentimetern über dem Boden waagerecht verlegt. Unterhalb der Decke werden häufig auch 30 Zentimeter für waagerechte Leitungen angepeilt. Wer also ein Bild aufhängen möchte, sollte den Bereich zwischen den 30 Zentimetern von der Decke und des Bodens nutzen können.

Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es aber nicht. Es kann immer sein, dass einzelne Leitungen mitten durch die Wand verlaufen. Damit so etwas aufgespürt werden kann, können Baupläne angefordert werden. Bei eigenen Häusern ist das kein Problem, als Mieter kann man den Vermieter um Hilfe fragen. In einem Plan lässt sich der Verlauf der Stromleitungen oft einsehen.

Tipp! Bei Wasserleitungen sollte ebenfalls auf einen solchen Plan zurückgegriffen werden. Nur wenn man den Verlauf der Leitungen kennt, können Wasserschäden vermieden werden.

Vor- und Nachteile von der Auffindung von Strom- und Wasserleitungen

  • sichere Bohrarbeiten
  • geringes Verletzungsrisiko
  • mögliches Risiko Leitungen zu treffen
  • Vorarbeit nötig

Utensilien als Hilfestellung

Sind Sie sich nicht sicher, woher die Leitungen verlaufen, gibt es einige Utensilien, die Ihnen bei der Suche nach Stromleitungen unter die Arme greifen können. Während in modernen Gebäuden die Kabel häufig geordnet verlegt werden, kann es in Altbauten sein, dass es hierfür keinen direkten Plan gibt. Hierfür greifen Sie zum Leitungssucher. Dabei gibt es mehrere Unterschiede in der Konstruktion.

Leitungssucher Metalldetektor
Funktion deckt elektrische Spannung auf spürt Metall auf
Besonderheit keine genaue Anzeige nur bei Altbauten sinnvoll

Wer einfache Stromkabel sucht, der kann zum Leitungssucher greifen, welcher elektrische Spannungen aufdeckt. Fahren Sie mit dem Gerät hierfür über die Wand, das Gerät schlägt anschließend aus, Leitungen vorhanden sind oder nicht. Bei einem Leitungssucher mit Spannungsanzeige kann es aber passieren, dass Leitungen versetzt angezeigt werden. Somit kann nicht genau gesagt werden, ob sich die Leitung wirklich an der Stelle liegt. Sie sollten also einen großen Bogen um die Fläche machen, falls es einen Ausschlag gibt.

Wer ganz sicher sein möchte, kann zum Metalldetektor greifen. Im Online Shop gibt es spezielle Modelle für Hauswände. Diese reagieren nicht auf Spannungen, sondern auf Metallvorkommen. Auf diese Weise können Leitungen von Strom und Wasser gefunden werden. Das Modell ist so präzise, dass sogar Kunststoffleitungen erkannt werden, in denen metallische Kabel verlaufen. Diese Investition lohnt sich aber nur bei alten Gebäuden, da hier meist noch Metallrohre verbaut sind. In modernen Gebäuden gibt es häufig Rohre aus Kunststoff – in diesem Fall hilft nur der Plan der Handwerker.

Neuen Kommentar verfassen