Welches Bohrmaschinen Zubehör sollte nicht fehlen?

Hesselink BohrmaschinenWenn Sie sich eine Bohrmaschine zulegen und diese aktiv nutzen wollen, kommen Sie nicht umher, das passende Zubehör zu bestellen. Das Zubehör einer Bohrmaschine kann laut Testbericht vielseitig ausfallen – der Bohrer ist allerdings das erste Zubehör, welches Sie sich zusammen mit einer Bohrmaschine kaufen sollten. Neben dem Bohrer gibt es aber auch noch andere Utensilien, die beim korrekten Bohren nicht fehlen dürfen. Welche das sind und worauf Sie achten sollten, verrät Ihnen der folgende Ratgeber.

Tipp 1 – der Holzbohrer

Welches Bohrmaschinen Zubehör sollte nicht fehlen?Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Holzbohrer um einen relativ weichen Bohrer, der für Holzwerkstoffe gedacht ist. Der Bohrer besitzt eine lange Spitze, die meist so geformt ist, dass sie sich zuerst ins Holz vorbohrt. Die Holzfasern werden durch die Spitze angeritzt, sodass der Bohrer nachträglich einfacher ins Holz gelangt. Der Holzbohrer ist so konzipiert, dass der entstehende Span an den Seiten ausgehoben wird. Durch die drehende Bewegung werden Späne nach oben getragen und ausgeworfen.

Der Holzbohrer ist stets wie eine Spirale geformt, sodass das Material leicht und sanft ausgetragen werden kann. Würden hier feste Züge genutzt werden, könnte es passieren, dass das Holz versehentlich splittert.  Mit einem passenden Holzbohrer können solche Splitterungen verhindert werden.

Tipp 2 – der Betonbohrer

In diesem Fall unterscheiden Experten zwischen einem einfachen Steinbohrer und einem speziellen Betonbohrer. Beide Arten des Bohrers arbeiten mit einer Dachspitze, die einen Meißelkopf besitzen. Dieser Meißel dringt aufgrund des Schlages in das Material ein, sodass anschließend Schuttreste über die Spirale abgetragen werden können.

Der Steinbohrer hat eine Spitze, die in der Regel nicht angeschliffen ist. Das hat einerseits den Vorteil, dass der Bohrer sehr günstig im Einkauf ist, allerdings auch den Nachteil, dass der Steinbohrer für Beton ungeeignet ist.

Wer durch Beton bohren will, benötigt den namensgebenden Betonbohrer. Der Betonbohrer hat eine veredelte Spitze, die meist ausgehärtet ist. Die Bohrer bestehen aus gehärtetem Stahl und können somit durch stärksten Beton bohren, sofern der passende Bohrhammer vorhanden ist. Der Betonbohrer ist an der Spitze meist dicker, sodass die Metallspitze einfacher in den Beton eindringen kann.

Tipp 3 – der HSS Bohrer

Beim HSS Bohre erhalten Sie einen universalen Bohrer, der für mehrere Materialien genutzt werden kann: Gerne wird der HSS Bohrer für Kunststoff oder Hartholzplatten genutzt, kann aber unter Umständen auch für Metall eingesetzt werden.

Bezeichnung Hinweise
N-Bohrer Je nach Anwendungsgebiet muss der Bohrer allerdings eine andere Bezeichnung besitzen. Ein normaler Bohrer mit der Bezeichnung N ist beispielsweise als Metallbohrer geeignet. Hier kann der Bohrer für Stahl oder Eisen angewendet werden. Dabei sind N-Bohrer meist beschichtet, sodass der Bohrer sich selbst nicht abnutzt.
H-Bohrer Wenn Sie durch Kunststoff bohren möchten, sollten Sie zum H-Bohrer greifen. Dieser Bohrer ist etwas länger und kann durch Plexiglas bohren. Auch Metalle, wie Stahl, sind möglich. Achten Sie hier aber immer auf die Angaben der Hersteller, damit Sie sich sicher sein können, was der Bohrer schafft. Die Anwendungsgebiete werden meist in der Bedienungsanleitung aufgeschrieben.
W-Bohrer Zuletzt gibt es noch den W-Bohrer, der für Kupfer, Hartholz oder Aluminium gedacht ist. Die Spirale ist in diesem Fall sehr eng, was dazu führt, dass der Bohrer im Einsatz sehr heiß wird. Allerdings sorgt die besondere Beschichtung dafür, dass Wärme abgeleitet werden  kann, sodass Sie problemlos arbeiten können.

Tipp 4 – der Fliesenbohrer

Ein Fliesenbohrer ist ein besonderer Bohrer, der zwar nicht häufig zum Einsatz kommt, dennoch aber in keinem Zubehör fehlen darf. Der Bohrer besitzt die Form eines Pfeiles und ist dadurch erkennbar, dass die Spitze sehr scharf und meist etwas abgesetzt vom Rest des Bohrers ist. Der Fliesenbohrer gilt in der Regel als weniger langlebig, weswegen Sie den Bohrer regelmäßig wechseln sollten. Gerade bei Fliesen ist das bohren enorm schwierig, denn Fliesen neigen dazu, dass sie bei falschen Belastungen splittern.

Tipp 5 – das Bohrfutter

In der Regel erhalten Sie beim Kauf einer Bohrmaschine auch immer einen Bohrer mitsamt Bohrfutter. Nach einigen Jahren kann es aber passieren, dass das Bohrfutter locker ist und dass das Schnellspannfutter die Bohrer nicht mehr richtig fasst. In diesem Fall kann es ratsam sein, wenn Sie sich früh genug nach einem neuen Bohrfutter umschauen. Bohrfutter gibt es oft als Ersatz-Zubehör bei der jeweiligen Marke. Achten Sie aber genau auf Bezeichnungen der Bohrfutter, denn sie müssen exakt auf die Bohrmaschine passen. Andernfalls kann es zu Problemen führen.

Tipp 6 – der Handgriff

Wenn Sie die Bohrmaschine als Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer kaufen, sollten Sie immer einen passenden Handgriff besitzen. Dieser Handgriff wird an der Vorderseite der Bohrmaschine angebracht und sorgt dafür, dass Sie stets den passenden Halt haben. Gerade beim Schlagbohren kann es passieren, dass Sie aufgrund der Erschütterungen und Schläge abrutschen. Das Loch würde zu groß werden und schon ist der Vorfall nur schwer zu reparieren. In diesem Fall werden zwar bei den meisten Schlagbohrmaschinen Handgriffe mitgeliefert, doch kann es immer noch sein, dass einige Hersteller auf solch einen Zusatz verzichten. Handgriffe sind im Vergleich sehr günstig, weswegen Sie hier keine Probleme haben sollten. Oft sind Handgriffe auch für mehrere Bohrmaschinen geeignet. Für welche sie geeignet sind, sehen Sie meist an der Beschreibung der Hersteller.

Vor- und Nachteile von Bohrmaschinen-Zubehör

  • ideal zum Umsetzen von DIY-Projekten
  • riesige Auswahl
  • erfordert ein Ordnungssystem, um nicht den Überblick zu verlieren

Tipp 7 – Bohrmaschinenhalter

Die Bohrmaschinenhalter können vielseitig aussehen. Die Bohrmaschinenhalter sind in erster Linie dafür gedacht, dass Sie mit der Bohrmaschine stationär arbeiten können. Gerade wenn Sie Bohrungen durch Holz machen wollen, das Holz aber sehr präzise gebohrt werden muss, können Sie somit die Bohrmaschine zur Standbohrmaschine oder Tischbohrmaschine umbauen. Der Umbau geschieht meist binnen weniger Minuten. Sie müssen lediglich den Bohrmaschinenhalter installieren und die Bohrmaschine einklemmen. Die Installation der Bohrmaschinenhalter wird meist über die Tischkante durchgeführt. Hier klemmen Sie den Halter ein und ziehen Stellschrauben fest.

Gerätschaften, um aus der Bohrmaschine eine Tischbohrmaschine zu machen, sind meist etwas umfangreicher. Hier wird oft eine große Konstruktion aus Metall verwendet, die nicht unbedingt auf dem Tisch befestigt werden muss. Die Konstruktion ist meist so schwer, dass sie genügend Halt auf dem Tisch besitzt. Anschließend klemme Sie die Bohrmaschine ein und schon lässt sich das Gerät problemlos nutzen.

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